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KABEG: Die politische
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Der grüne Riese und
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Ein neuer Weg für die
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Rettungshirn statt
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KABEG: Der Weg aus
der Krise
Wasserland und
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Gerechtigkeit und
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Zur Staatenkrise:
Entweder / Oder
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Ohne Verantwortung
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Mai
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Hilfspaket für das Görtschitztal

Das Görtschitztal wurde schon vor Jahrzehnten von einem Umweltskandal getroffen. Bis 1977 wurde im Wietersdorfer Zementwerk Asbest verarbeitet. Dieser krebser­regende Stoff hat bis heute noch Nachwirkungen. Jetzt wurde das Tal der Könige von einem neuerlichen Umweltskandal heimgesucht. Und was macht die Politik? All­gemeine Floskeln und keine konkreten Taten. Für die leidgeprüfte Bevölkerung in dieser Region ist dies keine Perspektive.

Dem Tal ist nur durch ein konkretes Hilfspaket geholfen. Wenn schon das Land Kärnten dazu nicht in der Lage ist, muss man den Zukunftsfonds anzapfen. Nomen est omen. Daher sind von diesem 20 Millionen Euro für die Gründung einer Regionalstiftung zu verwenden. Die Görtschitztaler-Stiftung hat die Aufgabe die Rahmenbedingungen für neue und bestehende Arbeits­plätze zu schaffen. Ob Open-Space-Zentren für Start-ups, Ausbau des Gesund­heitssektors (Tibetzentrum) oder Ökologiecluster – ein neues Leitbild für die Krisen­region. Ohne einer solchen Hilfestellung besteht die Gefahr der Verödung eines ganzen Landstrichs.

Das fatale an diesem Umweltskandal ist die Tatsache, dass trotz Förderungen aus dem Altlastenfonds (30 Millionen Euro) die Verbrennung des Blaukalks nicht vor­schriftsgemäß erfolgte. Gewinnmaximierung zulasten der Gesundheit und der wirt­schaftlichen Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe. Ein Paradebeispiel des finanzgetriebenen Kapitalismus, bei dem die Konzerne den Hals nicht voll genug bekommen können.

Das Land Kärnten hat aufgrund der haarsträubenden Versäumnisse eine Bring­schuld gegenüber dem Görtschitztal. In Kenntnis der politischen Verhältnisse kann man schon heute prophezeien, dass keiner zur Verantwortung gezogen wird. Ein Umweltreferent, der seine Abteilung nicht im Griff hat, eine Gesundheitsreferentin, die die Verbrennung des Blaukalks im Jahr 2011 noch als effektiven Umweltschutz lobte – Rücktritt ist in Kärnten ein Fremdwort.

Die Auslieferung von Nahrungsmittel an Kindergärten trotz Warnhinweise kann man nicht mehr rückgängig machen. Aber man muss den Menschen in dieser Region eine Zukunft geben.

Das Vermögen im Zukunftsfonds verliert durch die Inflation und die niedrigen Zinsen jedes Jahr an Wert. Da entspräche es der Logik, einen kleinen Teil für den Neustart einer ganzen Region zu verwenden, anstatt darauf zu warten, bis der Bund wegen der Hypo Moral Hazard Politik seinen Anteil am Zukunftsfonds einkassiert.

Die Dreier-Koalition in Kärnten hat sich bis dato nicht mit Lösungsvorschlägen her­vorgetan. Erinnert sei an die Diskussion in der Fragant, wo man die Investoren so lange gepflanzt hat, bis diese das Handtuch geworfen haben.

Autor: Johann Neuner, Datum: 26.02.2015
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