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Das faule Obst

In Zeiten der Globalisierung ist das Abwicklungsmuster immer dasselbe: Unterneh­menszukäufe haben den Zweck, die Marktposition der Konzerne zu stärken. Im Vor­dergrund steht die Gewinnmaximierung. Die Marktkonzentration nimmt immer mehr zu.

Das jüngste Opfer ist der Produktionsstandort der Firma Pago in Klagenfurt. Der deutsche Fruchtsaftriese Eckes-Granini hat im Dezember 2012 vom Heineken-Kon­zern die Anteile an der Firma Pago erworben. Die Höhe des Kaufpreises ist nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass es sich hiebei um einen "saftigen" Millionenbe­trag gehandelt hat.

Nach nicht einmal zwei Monaten soll nunmehr Pago nach Aussagen der neuen Ei­gentümer plötzlich ein Sanierungsfall sein. Begründet wird dies damit, dass im Jahr 2012 ein Millionenver­lust erwirtschaftet wurde.

Die zuletzt veröffentlichte Bilanz der Firma Pago Österreich zeigt ein anderes Bild: Zum 31. Dezember 2011 wird ein Eigenkapital in der Höhe von 9,6 Millionen Euro ausgewiesen. Der Jahresüberschuss betrug 288.400,00 Euro. Wie sich die Zahlen in einem Jahr derart verändern können, ist eine andere Geschichte. Auf alle Fälle muss dem Käufer die wirtschaftliche Situation zum Zeitpunkt des Kaufes bekannt gewesen sein, da üblicherweise im Vorfeld umfangreiche Prüfungen stattfinden.

In Wirklichkeit geht es darum, dass der neue Erwerber "Synergieeffekte" nutzen möchte, und heißt dies auf Deutsch nichts anderes als die Verlagerung des Produk­tionsstandortes in Billiglohnländer. Als Kollateralschaden verlieren 110 Mitarbeiter in Klagenfurt ihren Arbeitsplatz. Zur Beruhigung wird ein Sozialplan in Aussicht gestellt.

Im Geschäftsbericht 2011 des deutschen Fruchtsaftriesen wird mit dem Slogan "Ta­lente langfristig an das Unternehmen binden" geworben. Das muss für die Betroffe­nen wie ein Hohn klingen.

Anstatt tatenlos zuzuschauen hätte die Politik längst handeln müssen. Man könnte die Genehmigung für den Erwerb von Unternehmen, die dazu führen, dass der markt­beherrschende Einfluss noch größer wird, mit Auflagen verbinden; beispielhaft dass beim Abbau von Arbeitsplätzen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes der Er­werber eine empfindliche Pönale zu zahlen hat.

Dass man Millionen ausgibt, um Werke zu schließen, ist die Handschrift der Kon­zerne. Bereits Karl Marx hat vor der tödlichen Akkumulation des Kapitals gewarnt. In diesem Punkt hat er offensichtlich Recht gehabt.

Seit Friedrich Schiller wissen wir, dass es zur Menschenwürde gehört, dass der Mensch nicht um die Früchte seiner Arbeit betrogen wird. In Zeiten wie diesen wird die "Milch der frommen Denkungsart" durch das "faule Obst des Kapitals" ersetzt. Man ist nur mehr bestrebt, noch mehr Gewinne zu erzielen. In den sauren Apfel müssen die Mitarbeiter beißen. Das ist die Realität.

Autor: Johann Neuner, Datum: 22.02.2013
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